Bach, der Unkaputtbare
Historisch informiert im Musikverein, philharmonisch im Konzerthaus: Warum Bachs zwei Passionen zurecht ausverkauft waren, es nicht immer historisch informierte Aufführungen braucht und was Wien von Bach lernen kann
50% concentus / 50% philharmoniker / 200% bach rockt so oder so
Die Schönheit des Klangs
Poetische Geschichten, unverblümt ehrliche Klänge und die Freude am gemeinsamen Musizieren – das Ofer Mizrahi Trio im Porgy & Bess
50% jazz-fusion / 50% whale-guitar / 200% ehrlich
Buh-Parade für mutige Inszenierung
„So habt ihr den Opernklassiker noch nie erlebt!“ verspricht das Musik Theater an der Wien für seinen neuen Freischütz und hält das Versprechen
70% film / 60% oper / 90% freischütz
Tragisch, nicht dabei zu sein!
Schicksalsmarsch und Kuhglocken, gefolterte Hörner und ein tödlicher Hammer. Teaser zu Mahler 6, zu hören am 29. März im Konzerthaus
6% thor / 84% prophetisch / 300% famos
Let’s fight on!
Tränen in Texas, Bernstein in der Mee-To-Ära und eine SMS von Bradley Cooper: Marin Alsop über ihre Mission als Vorkämpferin für Dirigentinnen, Partys mit Lenny und die Freuden und Hürden, die sie als erste Chefdirigentin in Wien erlebt
100% vorkämpferin / 40% bernsteintalk / 120% es ist höchste zeit
Konzerthaus Diary
Ein Pöbler (nicht ganz im Unrecht) bei einem der letzten Wiener Grubinger-Konzerte am Dienstag und wie das Quatour Ébène mit der Ersatzcellistin am Donnerstag klarkam
50% internationale schlagzeugvielfalt / 50% musikalischer intellektuellentalk / 100% konzerthausspaß
Budapest calling
Prokofjew-Propaganda und Franz Josefs kleiner Pim**l: Bericht über eine unglücklich getimte Premiere und warum es (trotzdem) jede Menge gute Gründe gibt, die frisch renovierte Oper in Budapest zu besuchen
100% schöner als die staatsoper / 0% zeitgemäß / 100% aktuell
Time to go?
Notenwenderin-Mobbing, stolpernde Chopin-Läufe und ein legendärer Anschlag: Der 81-jährige Maurizio Pollini kehrte mit einem denkwürdigen Konzert in die Mailänder Scala zurück
20% musikalisch gelungen / 100% lebende legende / 60% pollini
Exil vs. Mitlaufen
Ein russischer Currentzis mit Haltung? Wie der Gründer eines der besten Orchester der Welt weitermacht, nachdem er ins Exil gezwungen wurde. Michail Pletnjow im Musikverein
100% currentzisgegensatz / 30% trotzdem kontrovers / 200% legende
Niemals vergessen!
Beim Resonanzen-Festival im Konzerthaus wurde am 27. Jänner der Opfer des Holocaust gedacht – mit einer bunten Mischung aus geistlicher jüdischer Musik, englischem Renaissance-Kunstlied und italienischen Sonaten. Heraus kommt ein dramaturgisch durchwachsener Abend
30% politischer anspruch / 70% schauspiel / einige offene fragen
Offenbach’sches Operettenfieber
Eine bissige Politsatire inklusive Kurz und Co. im Musiktheater an der Wien und eine Slapstickspielerei à la Monty Python in der Volksoper: Zwei Offenbach Operetten – zwei Arten Komödie zu spielen
50% volksoper / 50% mtaw / 200% offenbach
The Philosophy of Modern Song
Literaturnobelpreisträger Bob Dylan hat es tatsächlich getan: ein Buch geschrieben
37% rockabilly / 98% americana / 0,06% frauen
Opera goes wild
Nachdem Wien in Film, Theater und der Bildenden Kunst thematisch schon längst im 21. Jahrhundert angekommen ist, trifft es mit der Inszenierung von Tschick nun auch endlich die Oper. Genauer gesagt die Wiener Staatsoper
35% arschloch / 50% liberal / 50% progressiv
Kopfkino: Der Bandname ist Programm
4 Köpfe, aber nur ein Kino: Die Band Kopfkino zeigt, wie man individuelle Ideen in einem gemeinsamen Konzept vereint. Bilder malen und Kunstanspruch (…aber groovy darf es auch sein…) – das ist ihr textlicher und musikalischer Zugang
25% street art / 50% art pop / 25% kunstanspruch
A House of Call: Schon die Spitze des Eisbergs überwältigt
Ob A House of Call die atemberaubendste Komposition bei Wien Modern war? Nach der überaus beeindruckenden Aufführung am im Volkstheater sind zunächst viele Fragen offen. Ein Tauchgang in das Werk von Heiner Goebbels
87 % singende männer / 52% werkbeschreibung nötig / 200% opus magnum
Spielerische Leichtigkeit und slawisches Flair
Bei Mozart spielerisch jedoch mit prägnanter Akzentuierung; Bei Dvorak und Lutoslawski hingegen mit unverkennbarem osteuropäischem Ausdruck: Jewgeni Kissin und Dirigent Jakub Hrůša lieferten einen bemerkenswerten Aufrtitt im Musikverein, bei dem es an Standing Ovations nicht mangelte
50% spielerisch / 75% slawisch / 1% kitsch
Ein Phänomen namens Mäkelä
Mit 26 längst Superstar, aber hält er, was sein Ruf verspricht? Klaus Mäkelä mit Oslo Philharmonic im Konzerthaus und was die Wiener Symphoniker aus dem Fall Mäkelä lernen können
110% hohe erwartung / 81% erfüllt / 423% lohnende investition
Lieder, nur für den Moment bestimmt
Diese Band hat den Sound und die Texte, die wir jetzt gerade alle brauchen: Buntspecht rockte den altehrwürdigen, aber unbestuhlten Großen Saal des Konzerthauses
20% sitzplätze / 100% heute / eine prise begeisternder pessimismus.
Silberbesteck aus der Vogelperspektive
Tobias Kratzer versuchte sich an Rossinis selten gespielter La gazza ladra im Musiktheater an der Wien. Hat sich diese Ausgrabung gelohnt? Außerdem: Welches Opernhaus der Regisseur angeblich als Direktor übernehmen wird
50% jein / 20% zu lang / 100% rossini
Ein (fast zu) braver Jungspund und tiefe Emotionen
Ein mozartkugelhafter Mozart gefolgt von der von den Symphonikern meisterhaft ausgeführten Bedrückung und Leidenschaft von Mahlers 5. Symphonie: Stimmungsschwankungen im guten Sinn im Konzerthaus